Sollte man in agilen Projekten von Planung sprechen?

Agile Prozesse haben sich zum Ziel gesetzt komplexe Probleme zu adressieren. In einem komplexen Umfeld ist Planung nicht sinnvoll, weil das Ziel zunächst unbekannt ist. Ist Planung dann in einem agilen Umfeld überhaupt sinnvoll?

Ein paar Gedanken dazu habe ich im codecentric blog veröffentlicht. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch an der Diskussion beteiligt:
https://blog.codecentric.de/2016/09/planlos-agil/

 

 

 

Dimensional Planning – Eine User Story ist kein kleines Fachkonzept

Vor nicht allzu langer Zeit wurden Business Analysten oder Requirements-Engineers gezwungen Anforderungen in Form von Fachkonzepten zu definieren. Ziel dieser Dokumente war es, möglichst alle Anforderungen des zu erstellenden Systems so detailliert zu beschreiben, dass anschließend die Kollegen vom Systemdesign und der Entwicklung die Anwendung implementieren konnten. Änderungen an den Anforderungen zogen immer auch Änderungen aller nachfolgenden Schritte nach sich und waren dementsprechend aufwendig. Nicht dokumentierte Anforderungen schafften es meisten nicht direkt in die Anwendung, sondern erst zu einem späteren Release.

Diese Art der Anforderungsbeschreibung führte dazu, dass Anforderer oft alle potentiell benötigten Systemfunktionen auf Verdacht spezifizierten, um später nicht in die Situation zu gelangen, dass vergessenen Funktionen nicht rechtzeitig geliefert wurden.

Heute arbeiten wir anstelle eines Fachkonzepts mit einem Product Backlog und spezifizieren die Anforderungen in User Stories. Leider passiert es aber immer wieder, dass die gelernten Verhaltensweisen aus der Zeit der Fachkonzepte sich in der Form und den Inhalten einer User Stories wiederfinden. Hier kann es helfen bei der Definition von User Stories das Modell des “Dimensional Planning” zu berücksichtigen:

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Setup agiler Projekte

Erfolgreiche agile Projekte bestehen aus weit mehr als der eingesetzten Methodik. Für Projekte in denen Software entwickelt wird, ist die Entscheidung ob beispielsweise Scrum oder Kanban eingesetzt werden soll, nur eine von vielen. Um sicher zu stellen, dass alle für das konkrete Projekt wichtigen Aspekte berücksichtigt werden, muss bereits in der Anfangsphase strukturiert vorgegangen werden. Nach meiner Erfahrung haben sich die folgenden Schritte bewährt: Weiterlesen

Projektplanung: Defizite planungsorientierter Prozesse und deren Lösung

Zu dieser Zeit des Jahres ist es wieder soweit. Die Projekte für das kommende Jahr werden geplant und die Budgets festgelegt. Ganze Teams sind mit der Planung für das nächste Jahr beschäftigt. Sehr viel Energie, Nerven und Arbeitszeit fließen in diese Aktivitäten. Alle sind sehr beschäftigt. Interessant wäre es mal den ROI dieser Beschäftigung auszurechnen. Was bringt die Planung eigentlich dem Unternehmen? Wie stehen die Kosten im Verhältnis zum Nutzen. Oder ist Planung ein notwendiges Übel, dessen Nutzen nicht direkt messbar ist?

Aber lassen wir die Messbarkeit einmal außen vor. Sollte man sich nicht zumindest die Frage stellen, ob die Planung das Unternehmen als ganzes in eine bestimmte Richtung bewegt und dadurch weiterbringt.  Stephen Bungay hat in seinem Bucht The Art of Action
How Leaders close the gaps between Plans, Actions and Results eindrucksvoll aufgezeigt, was Planung in einem modernen Unternehmen leisten kann und welche Art der Planung nicht funktioniert. Demnach sollte die Planung sich darauf konzentrieren, eine eindeutige Richtung vorzugeben, in die sich das Unternehmen entwickeln soll. Wichtig: Diese Planung muss anschließend ausreichend kommuniziert werden.
Die eigentlichen Projekte, die sich aus dieser Vorgabe ergeben, sollten nicht planungs-orientiert realisiert werden. Ein planungsorientierter Ansatz in der Projektabwicklung kann nach Bungay aufgrund verschiedener Defizite nicht funktionieren. Unterschiedliche Transaktions- und Koordinationsprobleme verhindern dabei, dass ein perfekter Plan aufgestellt werden kann. Hier ein paar exemplarische Beispiele für Defizite, die in fast allen Projektumfeldern auftreten: Weiterlesen

Warum Theory Y Blog?

Dies ist der Theory Y Blog.

Was ist denn das für ein Name für einen Blog, werden sich manche von euch fragen.
Den Namen habe ich gewählt, weil ich hier nützliche Informationen über alternative Arten von Unternehmensorganisation und moderne Ansätze von Management zusammentragen möchte. Die “Theory Y” bildet den Rahmen dieser Überlegungen.

Theory X und Theory Y

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